Die Wanderung zur Subway gehört ohne Zweifel zu den außergewöhnlichsten Trails im Zion National Park. Enge Canyonpassagen, kleine Wasserfälle, zahlreiche Flussquerungen und die berühmte röhrenförmige Felsformation machen den Hike zu einem echten Abenteuer.
Gleichzeitig ist die Subway aber auch deutlich anspruchsvoller als viele andere Wanderungen im Park: Der Weg führt über Sand und Felsen, durch dichtes Gestrüpp und immer wieder direkt durch den Fluss.
Aber wer das Permit ergattert und den Weg auf sich nimmt, wird dafür mit einem der spektakulärsten Orte im Südwesten der USA belohnt.
Inhalt
Trail Facts
- Lage: Zion National Park, Utah
- Start/ Ziel: Left Fork of North Creek, Kolob Canyon
- Traillänge: 14,40 Kilometer
- Höhenunterschied: 439 Meter in Auf- u. Abstieg
- Dauer: 6 Stunden
- Besonderheit: The Subway
Exkurs: Subway Bottom-Up vs. Top-Down
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Subway zu erreichen: Die deutlich beliebtere Bottom-Up Route sowie die wesentlich anspruchsvollere Top-Down Route.
Bottom-Up
Die Bottom-Up Variante ist der „normale“ Wanderweg, den die meisten Besucher wählen. Dabei startet Ihr am Left Fork Trailhead und wandert den gleichen Weg hinein und später wieder zurück. Technische Ausrüstung benötigt Ihr hierfür nicht, allerdings ist die Tour trotzdem anstrengend: Der Weg führt über große Felsen, durch Sand und dichtes Gestrüpp, mehrfach durch den Fluss und verlangt etwas Orientierungssinn.
Top-Down
Die Top-Down Route ist dagegen eine echte Canyoneering-Tour und nichts für normale Wanderer. Hier startet Ihr deutlich weiter oben am Wildcat Canyon Trailhead und durchquert den kompletten Canyon bis zum Left Fork Trailhead.
Für diese Variante benötigt Ihr u.a. Erfahrung im Canyoneering und das entsprechende technische Equipment, wie z.B. Seile und Abseilausrüstung.
Wilderness Permit
Da sowohl für die Bottom-Up- als auch für die Top-Down-Route die Anzahl der täglichen Besucher limitiert ist, braucht Ihr die Wanderung zur Subway zwingend ein Wilderness Permit des National Park Service.
Aktuell gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten, ein Permit zu erhalten, wobei in alle drei Varianten das Permit vor der Wanderung persönlich im Visitor Center abgeholt werden muss.
Seasonal Lottery
Die regulären Vergabe findet über eine saisonale Lotterie auf Recreation.gov statt. Dabei könnt Ihr Euch jeweils mehrere Monate im Voraus für bestimmte Zeiträume bewerben.
Innerhalb der Lotterie könnt Ihr bis zu vier Wunschdaten angegeben werden. Die Teilnahmegebühr beträgt derzeit 6 USD pro Bewerbung. Wenn Ihr erfolgreich seid, fallen zusätzlich 10 USD pro Person Permitgebühr an (Stand Mai 2026).
Nicht beanspruchte Reservierungen werden wieder freigegeben und am 15. des folgenden Monats um 10:00 a.m. Mountain Time neu verlost.
Daily Lottery
Zusätzlich gibt es eine sogenannte Last-Minute bzw. Daily Lottery. Hier könnt Ihr Euch zwei Tage vor der geplanten Wanderung täglich bis 15:00 Uhr Mountain Time online bewerben.
Die Ziehung erfolgt am Nachmittag und Ihr werdet anschließend per E-Mail informiert. Auch hier kostet die Teilnahme aktuell 6 USD, zusätzlich fallen bei erfolgreicher Vergabe wieder die 10 USD pro Person an (Stand Mai 2026).
Walk-In Permits
Nicht abgeholte oder übrig gebliebene Permits können teilweise kurzfristig noch direkt am Wilderness Desk im Zion Canyon Visitor Center vergeben werden. Dies kommt aber eher selten vor und gerade in der Hauptsaison solltet Ihr Euch darauf nicht verlassen.
Der Trail
Trailhead
Der Trailhead für die Bottom-Up Wanderung befindet sich am Left Fork Trailhead an der Kolob Terrace Road im westlichen Bereich des Zion National Park.
Bitte beachtet, dass die Anfahrt hierhin weiter ist als in den Hauptteil des Parks und von Springdale oder Hurricane jeweils etwa 60 bis 90 Minuten dauern kann.
Da der Parkplatz selbst relativ klein ist, kann es insbesondere in der Hauptsaison schnell voll werden. Toiletten oder andere Infrastruktur gibt es vor Ort nicht.
Entlang des Left Fork of North Creek
Für die Wanderung zur Subway lohnt es sich früh zu starten. Zum einen kann die Anfahrt – je nach Übernachtungsort – länger dauern und zum anderen benötigt Ihr für den Hike aufgrund des Terrains in der Regel mehrere Stunde, so dass Ihr ausreichend Zeit einplanen solltet.

Der Trail beginnt zunächst auf einem gut erkennbaren Weg, bevor es nach kurzer Zeit relativ steil in den Canyon hinuntergeht, wobei der Abstieg teilweise ziemlich felsig, erodiert und bei losem Untergrund etwas rutschig ist.

Unten angekommen verändert sich der Charakter der Wanderung dann sofort deutlich: Klassische Wanderwege gibt es hier kaum noch, sondern der Weg verläuft überwiegend links und rechts des Flusses, wobei es in der Regel an Euch liegt, die beste Alternative zu finden.
Sicher ist, dass Ihr diverse Mal den Fluss überqueren müsst. Zu Beginn lassen sich einige der Flußüberquerungen noch trockenen Fußes bewältigen, langfristig sind nasse Schuhe jedoch kaum zu vermeiden. Wasserdichte oder schnell trocknende Schuhe können daher hilfreich sein.
Durch das unebene Terrain, die vielen Felsen und Geröllfelder und den teilweise weichen Sand ist die Wanderung deutlich anstrengender als es die reine Distanz vermuten lässt. Entsprechend langsam kommt Ihr häufig voran.
Unterwegs passiert Ihr immer wieder kleinere Wasserfälle, Kaskaden und glatt ausgewaschene Sandsteinformationen, die den Canyon landschaftlich sehr abwechslungsreich machen.



Kurz vor der eigentlichen Subway findet Ihr dann auch noch „The Crack“, eine schmale Felsspalte, durch die Wasser fließt. Die Formation ist nur wenige Zentimeter breit, zieht sich aber mehrere Meter durch den Fels und gehört zu den bekanntesten Fotomotiven entlang des Trails.

The Subway
Nach rund 7 Kilometern erreicht Ihr schließlich die Subway selbst. Dabei handelt es sich um einen über Millionen Jahre durch Wasser ausgewaschenen Canyonabschnitt mit charakteristisch rund geschliffenen Felswänden, die entfernt an einen U-Bahn-Tunnel erinnern und der Formation ihren Namen gegeben haben.


Der Abschnitt ist nicht lang, aber wirklich spektakulär und es lohnt sich hier eine ausgiebige (Foto-)Pause einzulegen.

Im hinteren Bereich der Subway befinden sich übrigens mehrere Pools sowie ein kleiner Wasserfall. Um diesen Bereich zu erreichen, müsst Ihr – abhängig vom Wasserstand – teilweise durch tiefes und sehr kaltes Wasser schwimmen, wir selbst fanden nicht, dass es sich gelohnt hat.


Der Rückweg
Der Rückweg erfolgt dann auf derselben Strecke zurück zum Trailhead.
Bitte beachtet, dass es gerade in den Sommermonaten die Temperaturen im Canyon am Nachmittag deutlich ansteigen können. Die Flussüberquerungen sind dann eine angenehme Abkühlung, trotzdem macht dies den Trail dann nochmal anspruchsvoller.
More
Neben der Subway gibt es in Zion, sowohl im Haupt-, als auch im Kolob Canyon, übrigens noch andere, ganz wundervolle Wanderungen.
Eine Übersicht findet Ihr in unserem Beitrag Zion National Park – Utah at its best. Von hier kommt Ihr auch in die entsprechenden Beiträge.




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