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Arches National Park – Im Land der Felsbögen

Riesige Felszinnen, -türme und -kuppeln aus glattem Slickrock, dazu über 2.000 natürliche Steinbögen mit einer Öffnung von mindestens 90 Zentimetern – das ist der Arches National Park.

Die Landschaft wirkt wie ein Wunderland aus roten Felsen und tiefblauem Himmel: Zeitlos, surreal und stellenweise fast außerirdisch.

Gleichzeitig ist sie alles andere als statisch. Obwohl die Formationen massiv und unverwüstlich erscheinen, unterliegen sie stetiger Erosion und Verwitterung. Neue Bögen entstehen, andere verschwinden, ein langsamer, aber permanenter Wandel, der Arches zu einem der dynamischsten National Parks der USA macht.

– Aktualisiert November 2025 –

Das Herz des Parks erschließt sich über eine rund 29 Kilometer lange Stichstraße, den Scenic Drive. Von ihr zweigen zahlreiche kurze Zufahrten zu Aussichtspunkten, bekannten Steinbögen und überwiegend kurzen Wanderwegen ab, die Euch direkt in die spektakuläre Felslandschaft führen.

Für den Scenic Drive inklusive der Aussichtspunkte und der unten beschriebenen kurzen Trails solltet Ihretwa fünf Stunden einplanen.

Sofern Ihr zusätzlich eine der längeren Wanderungen, z.B. zum Delicate Arch, durch die Fiery Furnace oder durch den Devils Garden, plant, braucht Ihr entsprechend mehr Zeit oder idealerweise einen zweiten Tag,

Park Facts
  • Gegründet: 12. November 1971
  • Größe: 308 km²
  • Höhenlagen: 1.219 bis 1.723 Meter
  • Lage: Colorado-Plateau, Utah
  • Öffnungszeiten: Ganzjährig
  • Eingang: Von Moab über den U.S. Hwy. #191 
  • Eintritt: 30$ oder Annual Pass 
  • Besucher: Rund 1,5 Millionen jährlich (Rank 20/63)
  • Mehr Infos: National Park Service Arches
Permitsystem

Um das Besucheraufkommen zu steuern, wurde auch im Arches National Park im April 2022 ein Permitsystem eingeführt.

Time Entry Permits

Während der Hochsaison (circa Anfang April bis Anfang Juli sowie von Ende August bis Ende Oktober) braucht Ihr zwischen 7:00 und 16:00 Uhr ein sogenanntes Timed Entry Ticket, um den Park mit dem Fahrzeug zu befahren.

Dieses Zeitfenster-Ticket wird pro Fahrzeug über recreation.gov gebucht, wobei die meisten Tickets 30 Tage vor dem gewünschten Besuchstag freigegeben und können ab diesem Zeitpunkt gebucht werden können.

Zusätzlich gibt es oft ein kleines Kontingent an Tickets, das kurz vor dem jeweiligen Tag freigegeben wird. Das Permit kostet $2 pro Fahrzeug, zusätzlich ist der reguläre Parkeintritt zu zahlen oder ein gütiger Jahrespass vorzuzeigen.

Sonderfälle

Kein separates Timed-Entry-Ticket benötigt Ihr, wenn Ihr bereits über ein anderes gültiges Permit oder eine Reservierung verfügt.

Dazu zählen unter anderem ein Fiery-Furnace-Permit, eine Reservierung für den Devils Garden Campground oder ein Backcountry-Permit.

Diese Genehmigungen berechtigen automatisch zur Einfahrt in den Park innerhalb des entsprechenden Zeitraums und ersetzen die zusätzliche Zeitfenster-Reservierung.

Scenic Drive bis Windows Section

Der Scenic Drive beginnt am Visitor Center am Grund des Moab Canyons und führt zunächst in steilen Serpentinen die Canyonwand hinauf.

Bereits dieser erste Abschnitt vermittelt einen guten Eindruck davon, wie abrupt sich die Landschaft im Arches National Park verändert.

Oben angekommen lohnt sich der erste Stopp am Moab Fault Viewpoint. Von hier habt Ihr einen beeindruckenden Blick zurück in den Canyon, den Ihr gerade mit dem Wagen erklommen habt und könnt die geologische Bruchlinie erkennen, die diese Landschaft maßgeblich geprägt hat.

Courthouse Towers & Park Avenue Trail

Nur wenige Minuten später erreicht Ihr den Bereich rund um die Courthouse Towers. Die senkrecht aufragenden Felswände erinnern hier tatsächlich an eine urbane Straßenschlucht, was diesem Bereich seinen Namen eingebracht hat.

Am Park Avenue Viewpoint startet dann auch der (one-way) 3,2 Kilometer lange Park Avenue Trail, der durch diese „Felsschlucht“ bis zum Courthouse Tower führt.

Nachdem wir die Wanderung bei unserem ersten Besuch aufgrund von Bauarbeiten leider nicht machen konnten, haben wir nun fünf Jahre später endlich die Gelegenheit sie nachzuholen.

Während der Wanderung passiert Ihr die massiven Monolithen und hoch aufragenden Felswänden, die teils hunderte Meter in die Höhe ragen und könnt dabei die beeindruckende Szenerie aus nächster Nähe erleben.

Der Trail verläuft größtenteils auf gut ausgebauten Sand- und Felswegen, wobei sich offene Abschnitte mit engeren Schluchten abwechseln, sodass sich die Perspektive auf die gewaltigen Felsformationen ständig ändert.

Unterwegs habt Ihr außerdem fantastische Ausblicke auf die Courthouse Towers, Sheep Mountain und die Three Gossips, die zu den markantesten Formationen in diesem Bereich zählen.

Der Trail ist (one-way) in rund 1–1,5 Stunden zu schaffen, je nachdem wie oft Ihr Fotopausen einlegt oder die Aussicht genießt. Beachtet aber, dass Ihr, wenn Ihr kein zweites Auto habt, denselben Weg wieder zurückgehen müsst.

La Sal Mountains Viewpoint

Am kurz darauf folgenden La Sal Mountains Viewpoint eröffnet sich nicht nur ein weiter Blick auf die bis zu fast 4.000 Meter hohen La Sal Mountains, sondern auch auf nochmal auf die – von der Park Avenue schon bekannten – Felsformationen: Den Courthouse Tower selbst, die markanten Three Gossips sowie den Sheep Mountain.

Wenige Fahrminuten später passiert Ihr diese gewaltigen Felswände sogar direkt – von einer der Haltebuchten aus lassen sich hier eindrucksvolle Nahaufnahmen machen.

Petrified Dunes Viewpoint

Anschließend geht es weiter zum Petrified Dunes Viewpoint. Von hier blickt Ihr auf versteinerte Sanddünen, deren geschwungene Formen sich deutlich vom umgebenden Fels abheben.

Im Hintergrund bilden erneut die La Sal Mountains einen schönen Kontrast zu den roten Gesteinsschichten.

Balanced Rock

Nur ein kurzes Stück weiter wartet bereits eines der bekanntesten Wahrzeichen des Parks, der Balanced Rock. Der rund 17 Meter hohe Felsen balanciert seinen etwa 3.600 Tonnen schweren „Ham Rock“ scheinbar mühelos auf einem schmalen Sockel.

Auch wenn die Konstruktion stabil wirkt, ist klar, dass sie der Erosion eines Tages nachgeben wird. Ein ähnliches Schicksal ereilte im Winter 1975/76 bereits einen benachbarten Felsen, von dem heute nur noch ein Steinhaufen zeugt.

Über einen etwa 500 Meter langen, asphaltierten Rundweg könnt Ihr den Balanced Rock bequem umrunden und aus verschiedenen Perspektiven betrachten.

Windows Section

Nach dem Balanced Rock führt die nächste Abzweigung auf der rechten Seite in die bereits aus der Ferne sichtbare Windows Section sowie zum Double Arch. Dieser Bereich zählt zu den zugänglichsten und zugleich eindrucksvollsten im Arches National Park.

The Windows

Vom Parkplatz aus startet ein etwa 1,6 Kilometer langer Rundweg, der Euch zunächst zu den beiden benachbarten Bögen North Window und South Window führt.

Durch ihre Form und ihre unmittelbare Nähe zueinander werden sie oft auch als „Brille“ bezeichnet. Besonders schön ist hier der Blick durch die Öffnungen hinaus in die weite Landschaft.

Im weiteren Verlauf des Rundwegs erreicht Ihr den etwas abseits gelegenen Turret Arch, der südwestlich des South Window liegt und mit seiner massiven Form einen schönen Kontrast zu den filigraneren Windows bildet.

Double Arch

Für den Trail zum Double Arch müsst Ihr den Wagen nicht erneut bewegen.

Vom Parkplatz aus geht es lediglich ein Stück den Hang hinunter, bevor ein flacher, rund 400 Meter langer Weg zur Basis der beiden riesigen Bögen führt.

Diese sind an einem Ende miteinander verbunden und bilden gemeinsam eine der größten und beeindruckendsten Arch-Strukturen des Parks. Besonders aus der Nähe wird deutlich, wie gewaltig diese Formation tatsächlich ist.

Scenic Drive nach Windows Section

Die Fahrt führt nun weiter bis kurz vor das Ende der Stichstraße im Bereich des Devils Garden, einem der landschaftlich vielfältigsten Teile des Arches National Park. Entlang der Straße häufen sich hier die Trailheads zu einigen der bekanntesten Wanderungen des Parks, die tief in ein Labyrinth aus Felsrippen, Finnen und Steinbögen führen.

Delicate Arch

Der Delicate Arch ist der wohl bekannteste Steinbogen des Arches National Park und gilt als ikonisches Symbol des amerikanischen Südwestens. Der freistehende Arch thront exponiert über einer Slickrock-Schale und bietet besonders zum Sonnenuntergang ein spektakuläres Schauspiel.

Erreichbar ist der Trailhead über eine eigene Stichstraße, die vom Scenic Drive abzweigt und zu einem separaten Parkplatzbereich führt.

Von dort startet die bekannte Wanderung zum Arch, die zu den beliebtesten – aber auch meistbesuchten – Trails im Park zählt. Alles zur Wanderung selbst sowie Details zu Strecke, Höhenmetern und Dauer findet Ihr in unserem Beitrag Arches National Park – Delicate Arch.

Fiery Furnace

Fiery Furnace ist ein dichtes Labyrinth aus schmalen Felsspalten, Gängen und Sackgassen und zählt zu den komplexesten Landschaften im Park.

Der Zugang ist nur mit Permit oder im Rahmen einer geführten Ranger-Tour möglich. Auch zu dieser Tour haben wir einen separaten Beitrag geschrieben. Wenn Ihr mehr wissen möchtet, schaut daher gerne in unseren Beitrag Arches National Park – Self-guided durch den Fiery Furnace.

Sand Dune und Broken Arch

Der Trail zum Broken Arch ist hin und zurück rund 2,1 Kilometer lang und führt durch abwechslungsreiches Gelände mit sandigen Passagen, offenen Slickrock-Flächen und immer wieder schönen Blicken auf die umliegenden Felsformationen.

Zudem könnt Ihr die Wanderung über den Tapestry Arch verlängern und bis zum Devils Garden Campground weitergehen. In dieser Variante ergibt sich ein etwa 3,2 Kilometer langer Rundweg.

Skyline Arch

Kurz vor dem Ende der Stichstraße lohnt sich außerdem ein Halt am Skyline Arch. Ein kurzer, rund 300 Meter langer Weg führt zu einem hübschen Steinbogen, der hoch oben in einer Felswand sitzt und besonders aus der Nähe einen schönen Eindruck hinterlässt. Der Arch entstand erst vergleichsweise spät, nachdem sich in den 1940er-Jahren ein großes Felsstück aus der Wand gelöst hatte.

Devils Garden Trail via Primitive Loop

Der Devils Garden Trail, der am Ende der Stichstraße startet, zählt zu den spektakulärsten Wanderungen im Park und führt unter anderem zu bekannten Arches wie Landscape Arch und Double O Arch.

Zudem könnt Ihr den Trail um den anspruchsvolleren Primitive Loop erweitern, der schmalen Passagen, Klettereinlagen und weite Ausblicken bereit hält.

Eine ausführliche Beschreibung des Trails findet Ihr in unserem Beitrag Arches National Park – Devils Garden Trail via Primitive Loop.

More

Mehr Informationen zu weiteren Wanderungen im Arches National Park – darunter zum Delicate Arch, durch den Devils Garden oder in die Fiery Furnace – findet Ihr in den jeweils gesonderten Beiträgen.

Wenn Ihr schon in dieser Region unterwegs seid, solltet Ihr Euch außerdem den auf der anderen Seite von Moab gelegenen Canyonlands National Park keinesfalls entgehen lassen. Trotz der räumlichen Nähe könnten die Landschaften kaum unterschiedlicher sein und ergänzen sich perfekt.

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