Der Canyonlands National Park liegt mitten auf dem Colorado Plateau und ist eine gigantische Wildnis aus Felsschichten, farbigen Schluchten, Tafelbergen, Felssäulen und Steinbögen. Über Jahrmillionen haben der Colorado River und der Green River hier tiefe Schluchten in das Plateau geschnitten und den Park dadurch in drei unterschiedliche Bereiche unterteilt.
Im Norden befindet sich die Island in the Sky, eine weitläufige Hochebene beziehungsweise Mesa mit grandiosen Ausblicken tief hinab in die Canyons.
Südöstlich erheben sich im Needles District riesige rot-weiße Felszinnen in den Himmel, während im Westen mit The Maze die abgelegenste Region des National Parks liegt, ein zerklüfteter Irrgarten aus Fels und Stein, der zu den unzugänglichsten Gebieten der USA zählt.
Jeder dieser Parkteile ist einzigartig und besticht durch seine ganz eigene Schönheit, als erster Stopp im Canyonlands National Park bietet sich jedoch die Island in the Sky an, die gut erreichbar ist und zahlreiche Aussichtspunkte sowie Wanderungen direkt entlang der Straße bietet.
– Aktualisiert November 2025 –
Inhalt
Park Facts
- Gegründet: 12. September 1964
- Größe: 1.365 km²
- Höhenlagen: 1.189 Meter bis 2.188 Meter
- Lage: Colorado-Plateau, Utah
- Öffnungszeiten: Ganzjährig
- Eingang: (1) Island in the Sky: Von Moab über US Hwy. #191 N und Utah Hwy. #313 (2) Needles: Von Moab über US Hwy. #191 S und Utah Hwy. #211 (3) The Maze: Von Green River über die I-70 W und Utah Hwy. 24 S, dann 46 Meilen auf einer nicht immer und nicht mit allen Wagentypen befahrbaren Dirt Road
- Eintritt: 30$ oder Annual Pass
- Besucher: Rund 820.000 jährlich (Rank 27/63)
- Mehr Infos: National Park Service Canyonlands

False Kiva Trail
Hinweis: Der False Kiva Trail ist seit August 2018 aufgrund von Vandalismus dauerhaft geschlossen.
Der False Kiva Trail führte früher zu einer der eindrucksvollsten indianischen Ruinen im Park, versteckt in einer großen Alkove aus Navajo-Sandstein.
Aufgrund ihrer runden Steinstruktur wurde die Anlage zunächst für eine Kiva, also einen Zeremonienraum, gehalten, tatsächlich diente sie jedoch vermutlich als Koch- und Schlafplatz, daher der Name False Kiva.
Zum Schutz des kulturell bedeutsamen Ortes war der Trail nie offiziell ausgeschildert oder auf Karten verzeichnet. Aufgrund der sensiblen Lage bleibt der Bereich heute vollständig gesperrt und darf nicht mehr betreten werden.

Upheaval Dome
Am Ende der Upheaval Dome Road, der ersten nach rechts abzweigenden Stichstraße, beginnt der Trail zum Upheaval Dome Overlook.
Dabei handelt es sich um eine riesige, kraterartige geologische Struktur, deren Entstehung bis heute nicht eindeutig geklärt ist. Es wird davon ausgegangen, dass die Aufwölbung entweder durch einen Meteoriteneinschlag oder durch einen Salzstock aus dem Erdinnern entstanden ist. Unabhängig davon passt der Upheaval Dome strukturell so gar nicht zur restlichen Landschaft des Parks.
Während die meisten Gesteinsschichten im Canyonlands National Park aufgrund der allmählichen Erosion weitgehend horizontal verlaufen oder nur leicht einfallen, sind sie hier stark aufgewölbt, teilweise stehen die Schichten im Zentrum sogar nahezu senkrecht.
Vom Parkplatz aus folgt Ihr zunächst einer Felstreppe bergauf, bis Ihr nach kurzer Zeit eine Weggabelung erreicht. Haltet Ihr Euch hier rechts, gelangt Ihr nach einem kurzen und leichten Anstieg zu einer Aussichtsplattform mit Blick in den Krater.


Kehrt Ihr anschließend zur Abzweigung zurück und haltet Euch links, führt Euch der Trail weiter stetig bergauf und über mehrere größere Felsblöcke auf eine Ebene, von der Ihr einen noch besseren Blick auf die Aufwölbung habt.

Whale Rock
Auf dem Rückweg zur Hauptstraße lohnt sich ein kurzer Stopp am Whale Rock. Der Trail ist lediglich etwa 1,6 Kilometer lang und überwindet nur rund 30 Höhenmeter, sodass er schnell und unkompliziert zu gehen ist.
Der Zeitbedarf liegt bei gerade mal bei einer halben Stunde, dafür sind die Aussichten von dem großen, glatt geschliffenen Felsen aber sehr nett und bieten einen schönen Überblick über die umliegende Landschaft der Island in the Sky.


Green River Overlook
Kurz bevor Ihr wieder die Hauptstraße erreicht, zweigt eine weitere Stichstraße zum Green River Overlook ab. Dieser Aussichtspunkt gehört zu den schönsten im gesamten Park, auch wenn er auf Fotos leider längst nicht so eindrucksvoll wirkt wie in der Realität.
Vom Parkplatz aus ist es nur ein sehr kurzer Weg bis zum eigentlichen Aussichtspunkt, von dem Ihr tief hinab in den Canyon blickt, in dem sich der Green River über Jahrhunderte seinen Weg durch das Gestein gegraben hat.
Hier lässt sich besonders gut erkennen, wie die einzigartige und stark zerklüftete Landschaft des Canyonlands National Park entstanden ist.

Grand View Trail
Zurück an der Hauptstraße geht es weiter nach rechts bis zum Ende der Straße, wo sich der Grand View Point befindet.
Wenn Ihr keine Lust auf eine längere Wanderung habt, erreicht Ihr die grandiose Aussicht auch hier bereits nach wenigen Schritten vom Parkplatz aus.
Möchtet Ihr jedoch mehr Zeit in dieser beeindruckenden Landschaft verbringen, bietet sich der Grand View Trail an. Auf dem insgesamt etwa 3,2 Kilometer langen Weg könnt Ihr entlang der Abbruchkante spazieren und die spektakulären Panoramen links und rechts des Trails genießen. Nur zu empfehlen.




White Rim Overlook Trail
Auf dem Rückweg in Richtung Visitor Center zweigt kurz nach dem Grand View Point auf der rechten Seite ein kleiner Loop zum White Rim Overlook ab. Die größte Herausforderung besteht hier zunächst darin, einen der lediglich drei Parkplätze zu ergattern, weshalb sich ein früher Besuch empfiehlt.
Vom Parkplatz aus geht es zu einem nach Osten ausgerichteten Aussichtspunkt. Der Weg dorthin ist hin und zurück rund 2,8 Kilometer lang und eher unspektakulär, die Aussicht am Ende dafür umso eindrucksvoller.
Tief unter Euch zieht sich der helle White Rim durch den Canyon, während der Colorado River noch weiter darunter durch die Schluchten fließt.





Gooseberry Trail
Da viele der spektakulären Aussichtspunkte in der Island in the Sky direkt am Rim liegen, bleibt der Blick in die Tiefe häufig auf wenige Schritte vom Parkplatz beschränkt.
Um die Dimensionen der Landschaft wirklich zu erleben, bietet sich daher eine Wanderung an, die vom Mesaplateau hinunter an das White Rim führt. Der Gooseberry Trail gehört zu den wenigen Trail in der Island in the Sky, auf denen dies möglich ist.
Der Trail startet am White Rim Trailhead und bereits auf den ersten rund 1,5 Kilometern müsst Ihr über 400 Höhenmeter zurückgelegen, entsprechend steil ist der Abstieg. Der Weg ist jedoch gut erkennbar und insgesamt deutlich angenehmer zu gehen als in anderen vergleichbar steilen Canyons.


Nachdem der größte Höhenunterschied überwunden ist, verläuft der Trail weiter gleichmäßig bergab durch einen Wash, sodass Ihr zügig vorankommt. Nach etwas mehr als einer Stunde habt Ihr die rund 4,3 Kilometer bis nach unten geschafft.
Unten angekommen steht Ihr direkt im Gooseberry Canyon, der an seinen Rändern von hellem, fast weißem Sandstein eingefasst ist, daher auch die Bezeichnung White Rim. Besonders eindrucksvoll ist, dass die Felsformationen, die von oben vergleichsweise klein wirken, hier unten noch einmal über 60 Meter hoch beziehungsweise tief sind. Wirklich beeindruckend.



Der Rückweg folgt dann auf demselben Weg wie der Hinweg, natürlich inklusive des steilen Anstiegs, der später am Tag oft überwiegend in der Sonne liegt und sich dadurch nochmal ansprengender anfühlt.
Zurück oben am Rim lässt sich die Tour gut mit dem rund drei Kilometer langen Rundweg zum White Rim Overlook verbinden, von dem sich nochmals schöne Blicke auf den Gooseberry Canyon und das Monument Basin eröffnen (siehe oben).
Buck Canyon Overlook
Kurz hinter dem White Rim Overlook in Richtung Mesa Arch bietet sich zudem ein kurzer Stopp am Buck Canyon Overlook an. Vom Parkplatz sind es nur wenige Schritte bis zum Aussichtspunkt, von dem Ihr einen guten Blick in den tief eingeschnittenen Buck Canyon und auf die darunterliegenden Felsformationen habt.

Mesa Arch
Der letzte Hike des Tages liegt bereits wieder nahe am Parkeingang. Der Mesa Arch ist das wohl bekannteste Wahrzeichen des Parks.
Der Trail ist hin und zurück gerade einmal etwa 800 Meter lang und damit vermutlich der kürzeste und leichteste Weg in der Island in the Sky. Entsprechend groß ist hier auch der Andrang.
Der vergleichsweise kleine Steinbogen mit einer Spannweite von rund 27 Metern wirkt im normalen Nachmittagslicht eher unscheinbar – insbesondere, wenn Ihr zuvor bereits im Arches National Park unterwegs wart.


Möchtet Ihr den Mesa Arch so sehen, wie er auf unzähligen Fotos im Internet zu sehen ist, müsst Ihr zum Sonnenaufgang hier sein. Nur zu dieser Zeit entfaltet er seine magische Schönheit.
Aber auch ohne dieses Licht lohnt sich der kurze Spaziergang, denn die umliegende Aussicht in den Canyon ist beeindruckend.

Shafer Road Overlook
Der letzte Stopp des Tages ist der Shafer Canyon Overlook. Nach einem sehr kurzen Fußweg eröffnet sich hier noch einmal ein weiter Blick in den Canyon sowie auf die berühmte Shafer Road, eine 29 Kilometer lange Dirt Road, die sich in engen Serpentinen vom Hochplateau hinunter zum White Rim schlängelt.
Eine Tour, die definitiv noch auf unser Bucket List steht!

More
Neben der Island in the Sky gibt es der Gegend gibt es noch viel mehr zu entdecken und so lohnt sich z.B. ein Besuch im Dead Horse Canyon State Park oder im Arches National Park.
Außerdem solltet Ihr den etwas weiteren Weg in den Needles District nicht scheuen, wo Euch noch einmal eine völlig andere, aber ebenso beeindruckende Landschaft erwartet.




Schreibe einen Kommentar