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Cuyahoga Valley National Park – Erholung für die Großstädter

Wenn Ihr durch die ruhigen Wälder des Cuyahoga Valley National Parks wandert und in die moosgrünen Schluchten blickt, dann vergesst Ihr sicherlich schnell, wie nah Ihr der Zivilisation hier eigentlich seid.

Denn der “größte Stadtpark der Welt” liegt – umgeben von Cleveland, Akron und nur wenige Fahrstunden von Pittsburgh und Columbus entfernt – mitten im dicht besiedelten Nordosten Ohios.

Der Park wurde geschaffen, um genau diesen Städtern eine grüne Zuflucht zu bieten: Einen Ort zum Abschalten, Joggen, Radfahren, Wandern, Picknicken oder einfach zum Durchatmen, fern von Verkehr und Lärm. „größten Stadtpark der Welt“ mitzunehmen.

– Aktualisiert November 2025 –

Park Facts
  • Gegründet: 11. Oktober 2000
  • Größe: 133 km²
  • Höhenlagen: Bis 355 Meter
  • Lage: Nahe Cleveland, Ohio
  • Öffnungszeiten: Ganzjährig
  • Eingang: Keine einzelne Entrance Station; der Park ist über mehrere Zufahrten an den Highways (z. B. I‑77, I‑271, I‑80) zugänglich
  • Eintritt: Kostenlos
  • Besucher: 2.9 Million jährlich (Rank 12/63)
  • Mehr Infos: National Park Service Cuyahoga Valley
The Ledges

Die Ledges – massive, von Wind und Wasser geformte Felswände, die ein kleines Plateau einfassen und eine ganz eigene, fast verwunschene Atmosphäre schaffen – gehören zu den beeindruckendsten Orten des Cuyahoga Valley National Parks. Perfekt als Einstieg in den Park, weil sie spektakulär aussehen, aber gleichzeitig leicht zu erkunden sind.

Der Ledges Trail, ein rund 4 Kilometer langer Rundweg, führt einmal um dieses Plateau herum. Vor sieben Jahren mussten wir die Wanderung wegen strömenden Regens abbrechen, aber bei unserem zweiten Besuch konnten wir den Trail endlich komplett laufen.

Der Weg führt Euch durch einen hübschen Mischwald und entlang bis zu 10 Meter hoher Sandsteinwände, die über Millionen Jahre erodiert wurden. Viele Felsen sind mit farbigen Flechten, Moosen und Algen bedeckt, was den Trail – besonders bei feuchtem Wetter – beinahe mystisch wirken lässt.

Der Trail selbst ist eher ein entspannter Waldspaziergang, aber die Felsformationen sind wirklich eindrucksvoll und gehören zu den absoluten Highlights des Parks.

Der Zeitbedarf liegt – wenn Ihr Euch Zeit lasst – bei knapp einer Stunde, am Ende warten dann (überdachte) Picknicktische auf Euch.

Brandywine Falls

Die Brandywine Falls sind einer der bekanntesten Spots im Cuyahoga Valley und ein echtes Must-See. Der 20 Meter hohe Wasserfall ergießt sich über mehrere Schichten von Sandstein und Schiefer und ist ein schönes Beispiel für die geologische Struktur des gesamten Tals.

Vom Parkplatz führt Euch ein kurzer Holzsteg direkt zu mehreren Aussichtsplattformen, von denen Ihr einen tollen Blick auf die Wasserfälle habt. Auch wenn hier gerne etwas mehr los ist, lohnt sich der Stopp auf jeden Fall.

Wenn Ihr etwas mehr Zeit habt, könnt Ihr anschließend noch den Brandywine Gorge Trail anhängen, der Euch unterhalb des Wasserfalls durch ein ruhigeres Waldgebiet führt.

Wir haben uns – beide Male insbesondere aufgrund des relativ unstabilen Wetters – allerdings auf die Wasserfälle konzentriert und waren trotzdem völlig zufrieden, denn die Aussicht gehört zu den schönsten im Park.

Blue Hen Falls

Blue Hen Falls ist deutlich kleiner und ruhiger als Brandywine, aber mindestens genauso charmant. Der Wasserfall liegt versteckt in einer kleinen bewaldeten Senke und wirkt dadurch fast wie ein Geheimtipp – obwohl er keiner mehr ist.

Der kurze Trail vom Parkplatz führt zunächst leicht bergab durch einen schönen Wald und endet an einer kleinen Felsnische, über die sich der Wasserfall in ein rundes Becken ergießt. Der Weg ist nicht besonders anspruchsvoll, kann aber nach Regen etwas rutschig sein.

Viele Besucher laufen von hier aus weiter zu den Buttermilk Falls, die etwa 1,5 Kilometer entfernt liegen. Offiziell ist dieser Abschnitt aber nicht Teil des National Park-Service-Trails und führt über nicht gewartete Wege. Wir haben uns daher auf die Blue Hen Falls beschränkt – und waren überrascht, wie hübsch der Spot trotz seiner geringen Größe ist.

Beaver Marsh

Wenn Ihr anschließend Richtung Süden fahrt, liegt der Beaver Marsh ideal auf dem Weg. Hier stauten Biber einst einen ganzen Bereich auf, sodass heute ein ruhiges Feuchtgebiet entstanden ist, in dem Ihr mit Glück Schildkröten, Reiher, Otter oder sogar Biber entdecken könnt.

Auch wenn bei unserem Besuch nur ein paar Enten zu sehen waren, vermittelt der Ort einen guten Eindruck davon, wie vielfältig die Natur des Parks ist.

Everett Covered Bridge

Nur wenige Minuten weiter erreicht Ihr die Everett Covered Bridge, eine charmante überdachte Holzbrücke aus dem 19. Jahrhundert und steht stellvertretend für die Bauweise jener Zeit. Früher gab es im Cuyahoga Valley über 2.000 solcher Brücken, heute ist diese die einzige erhaltene.

Ein kurzer Stopp reicht, aber wenn Ihr historische Architektur mögt, ist die Brücke ein nettes Foto wert.

Canal Exploration Center

Zum Schluss bietet sich ein Halt am Canal Exploration Center an, besonders wenn Ihr den Park in Richtung Cleveland verlasst.

Hier erfahrt Ihr etwas über die Geschichte des Ohio & Erie Canal, der die wirtschaftliche Entwicklung Ohios im 19. Jahrhundert stark geprägt hat. Ein kleines interaktives Modell erklärt sogar die Funktionsweise der Schleusen.

Kein „Must-See“, aber ein runder Abschluss, besonders bei schlechtem Wetter.


Fazit

Der Cuyahoga Valley National Park ist anders als die großen Parks im Westen, aber genau das macht ihn irgendwie auch spannend.

Zwischen Wasserfällen, Waldwegen, Feuchtgebieten und historischen Orten findet Ihr hier viele kleine Highlights, die sich perfekt in eine Reiseroute einfügen. Wenn Ihr durch Ohio fahrt, lohnt es sich zumindest einen halben Tag einplanen.

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Für mehr Highlights in der Region schaut doch gerne in unsere Beiträge 14 Tage im Osten der USA – Ein Routenbeispiel und 23 Tage im Osten der USA – Ein Routenbeispiel durch die Südstaaten vorbei.

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