Der südöstliche Teil Manhattans ist vor allem bekannt für die Wall Street, das Symbol der amerikanischen Finanzwelt. Im Financial District findet Ihr neben der berühmten New Yorker Börse auch zahlreiche Büros und Firmenzentralen bedeutender Finanzunternehmen – und natürlich den berühmten Charging Bull.
Weniger als eine Viertelstunde nördlich davon ändert sich die Umgebung dann schlagartig: Plötzlich stehen entlang der Canal, Grand und Mott Street chinesische Läden und Lokale dicht an dicht, oft mit zweisprachigen Schildern in Englisch und Mandarin. Hier befindet sich eines der größten Chinatowns Nordamerikas, das Euch sofort das Gefühl gibt, auf einem anderen Kontinent zu sein.
Und nur ein paar Straßen weiter wechselt die Szenerie erneut. Sobald die chinesischen Schriftzeichen verschwinden, beginnt Little Italy – auch wenn das Viertel heute nur noch wenige Blocks umfasst, sorgen die typischen Restaurants, Cafés und Dekorationen weiterhin für ein italienisches Flair.
– Aktualisiert November 2025 –
Inhalt
Financial District
Wall Street, Börse & Charging Bull
An der Broadway–Morris Street beginnt New Yorks Financial District, dessen inoffizielles Eingangstor der berühmte Charging Bull bildet.
Die 3,4 Meter hohe und 6 Meter lange Bronzefigur steht sinnbildlich für finanziellen Optimismus und Erfolg – und ist gleichzeitig eines der meistfotografierten Motive in Manhattan.
Tipp: Wenn Ihr ein Foto ohne Menschenmassen möchte, solltet Ihr hier sehr früh morgens vorbeischauen.

Nur wenige Schritte weiter steht die 1846 fertiggestellte Trinity Church, die mit ihrer neugotischen Architektur einen markanten Kontrast zu den gläsernen Wolkenkratzern der Umgebung bildet.

Folgt Ihr dem Broadway nach Norden, zweigt rechts die Wall Street ab – erstaunlich unscheinbar für einen der bekanntesten Straßennamen der Welt.
An der Ecke zur Broad Street befindet sich die New York Stock Exchange, die größte Wertpapierbörse der Welt. Direkt gegenüber liegt die Federal Hall, wo George Washington 1789 als erster Präsident der USA vereidigt wurde. Eine Statue vor dem Gebäude erinnert bis heute an dieses historische Ereignis.


City Hall, Woolworth Building & Spruce Street
Wenn Ihr dem Broadway weiter nach Norden folgt, gelangt Ihr automatisch zum City Hall Park. Am westlichen Rand steht das beeindruckende Woolworth Building, das mit seinen 241 Metern von 1913 bis 1930 das höchste Gebäude der Welt war und als Meisterwerk der neugotischen Architektur gilt.

Auf der Ostseite des Parks lohnt sich ein kurzer Abstecher in die Spruce Street. Dort erhebt sich der markante 8 Spruce Street Tower – auch bekannt als New York by Gehry oder Beekman Tower. Mit seinen 267 Metern und 76 Stockwerken zählt er zu den prägendsten modernen Hochhäusern Südmanhattans.


Wieder am City Hall Park angekommen, lohnt ein Blick durch das Tor zur City Hall selbst. Oft fälschlich dafür gehalten wird jedoch das riesige Verwaltungsgebäude auf der anderen Straßenseite: Das Municipal Building.


Direkt daneben befinden sich außerdem die wichtigsten Gerichtsgebäude der Stadt – der United States District Court und der New York Supreme Court.

Chinatown
An der Worth Street beginnt das lebendige Chinatown, das mit geschätzt rund 100.000 Einwohnern das größte in den USA ist. Zwischen der Grand, Mott und Canal Street taucht Ihr ein in eine völlig andere Welt.
Traditionelle Fisch- und Obststände, chinesische Apotheken, Straßenhändler und unzählige Lokale prägen die Straßen. Viele Geschäfte richten sich an Anwohner, doch auch Besucher werden hier fündig – sei es für asiatische Spezialitäten oder für die berühmten nachgemachten Designerartikel, für die Chinatown ebenfalls bekannt ist.

Little Italy
Nur wenige Meter weiter verändert sich die Szenerie erneut: Die chinesischen Schriftzeichen verschwinden, die Straßen werden enger, und es duftet nach Pasta, Knoblauch und Espresso.
Little Italy ist heute zwar stark geschrumpft, begeistert aber weiterhin mit klassischen italienischen Restaurants, kleinen Läden und einem sehr speziellen Flair.


Rund um den 19. September findet hier jedes Jahr das Fest des heiligen Januarius („San Gennaro Festival“) statt: Zehn Tage voller Straßenstände, Musik, Paraden und ausgelassener Stimmung.

Williamsburg Bridge
Wenn man Manhattan „von oben nach unten“ erkundet, endet der klassische Streifzug oft bei den Brücken über den East River. Neben der ikonischen Brooklyn Bridge lohnt sich besonders ein Abstecher zur Williamsburg Bridge. Sie ist weniger überlaufen, deutlich rauer im Charakter und verbindet die Lower East Side mit Williamsburg in Brooklyn.
Die Brücke selbst wirkt wie ein industrielles Monster aus Stahl, rosa Gittern und ewigem Fahrradverkehr. Besonders am späten Nachmittag ist es ein großartiger Spot: Die Sonne fällt von Westen zwischen die Gebäude, während Brooklyn bereits golden schimmert.
Wenn Ihr nach dem Überqueren in Williamsburg ankommt, steht Ihr mitten in einem der lebendigsten Viertel New Yorks voller Cafés, Brauereien und kleiner Boutiquen. Von dort aus könnt Ihr perfekt weiter in Richtung East River gehen und den Blick auf Manhattan „von der anderen Seite“ genießen.

More
Wenn Ihr noch mehr von New York sehen wollt, dann schaut doch gerne in die folgenden Beiträge:




Schreibe einen Kommentar