Östlich der Sierra Nevada entlang des Highway #395 liegt mit Mammoth Lakes eines der vielseitigsten Outdoor-Gebiete Kaliforniens. Während im Winter rund um den Mammoth Mountain oft bis weit ins Frühjahr hinein Ski gefahren wird, warten nach der Schneeschmelze zahlreiche Seen, Wanderwege und Aussichtspunkte inmitten der Berglandschaft der Sierra Nevada.
Neben dem Mammoth Lakes Basin mit seinen tiefblauen Bergseen liegen auch das Devils Postpile National Monument, die Rainbow Falls und mehrere Aussichtspunkte entlang der Minaret Road ganz in der Nähe.
Egal ob kurzer Zwischenstopp auf dem Weg zwischen Yosemite und Death Valley oder mehrere Tage zum Wandern und Erkunden – rund um Mammoth Lakes gibt es mehr als genug zu entdecken. Die aus unserer Sicht schönsten Stopps und Trails der Region zeigen wir Euch in diesem Beitrag.
– Aktualisiert Mai 2026 –
Inhalt
Anfahrt & Tioga Pass
Am einfachsten erreicht Ihr Mammoth Lakes über den Highway #395 entlang der östlichen Sierra Nevada. Besonders beliebt ist die Kombination mit Yosemite National Park und Death Valley, da Mammoth Lakes ziemlich genau zwischen beiden Regionen liegt.
Sofern geöffnet, erfolgt die Anfahrt aus Yosemite direkt über den Tioga Pass (Highway #120). Gerade im Frühjahr oder nach frühen Schneefällen solltet Ihr allerdings beachten, dass der Pass häufig noch geschlossen ist oder temporär gesperrt werden kann.
Mehr zu den verschiedenen Alternativrouten über die Sierra Nevada und den schönsten Stopps entlang der Tioga Road findet Ihr in unserem separaten Beitrag Der Tioga Pass und seine Alternativen.
Minaret Road & Minaret Vista
Von Mammoth Lakes führt Euch die Minaret Road hinaus in Richtung der westlich gelegenen Gipfel der Sierra Nevada. Schon die Fahrt selbst gehört zu den schönsten Abschnitten rund um den Ort, da sich immer wieder weite Blicke auf die umliegenden Berge, Wälder und die Mammoth Mountain Ski Area öffnen.
Nach wenigen Kilometern erreicht Ihr den Minaret Vista Point, einen der schönsten Aussichtspunkte der Region. Von hier habt Ihr einen weiten Blick auf die markanten Granitspitzen der Minarets, den Mount Ritter (4.010 Meter) und den Banner Peak (3.945 Meter), die die Ansel Adams Wilderness prägen.


Der Stopp liegt direkt an der Straße und eignet sich ideal als kurzer Aussichtshalt auf dem Weg weiter ins Tal oder in Richtung Devils Postpile National Monument.
Devils Postpile National Monument
Von der Minaret Road zweigt anschließend die Zufahrt zum Devils Postpile National Monument ab – einem der bekanntesten Naturhighlights der Region.
Das Gebiet ist vor allem für seine außergewöhnlichen Basaltsäulen bekannt, die hier bis zu 18 Meter hoch aufragen und durch langsam abkühlende Lava entstanden sind. Gemeinsam mit dem nahegelegenen Rainbow Falls zählt das Gebiet zu den beliebtesten Zielen rund um Mammoth Lakes.
Beachtet jedoch, dass die Zufahrtsstraße zum National Monument gewöhnlich zwischen Mitte Juni und September tagsüber für den öffentlichen Verkehr gesperrt wird und Ihr stattdessen den Shuttlebus nutzen müsst. Die genauen Betriebszeiten ändern sich leicht von Jahr zu Jahr.
Vom Devils Postpile führen anschließend mehrere Wanderwege durch das Tal des San Joaquin River. Besonders beliebt ist die Kombination aus Devils Postpile und Rainbow Falls Trail.
Bei unseren bisherigen Besuchen hatten wir mit dem National Monument allerdings leider wenig Glück: 2015 war die Straße wegen Schnee noch gesperrt, 2018 sorgten massive Straßenschäden erneut für eine vollständige Sperrung der Zufahrt.
Grundsätzlich besteht zwar in solchen Fällen noch die Möglichkeit, vom Horseshoe Lake aus zu Fuß zum National Monument zu wandern (einfach ca. 12,4 Kilometer). Bei unserem Besuch war dies allerdings auch keine Option, da der Trail laut den Rangern noch von hohen Schneefeldern bedeckt war, die sowohl die Orientierung erschwerten als auch teilweise ein Durchqueren bis zur Hüfte im Schnee bedeutet hätten.
Irgendwann holen wir den Besuch hoffentlich nach – bis dahin findet Ihr weitere Informationen zu Devils Postpile direkt auf der Seite des Seite des National Park Service.
Horseshoe Lake & McLeod Lake Trail
Ein guter erster Stopp im Mammoth Lakes Basin ist der Horseshoe Lake am Ende der Lake Mary Road. Die Straße führt Euch vom Ortszentrum in wenigen Minuten hinein in eine hochalpine Seenlandschaft mit Wäldern, Felsen und Blick auf die umliegenden Gipfel der Sierra Nevada.
Der Horseshoe Lake selbst wirkt auf den ersten Blick idyllisch, hat aber eine besondere geologische Geschichte: Durch natürliche CO₂-Austritte im Untergrund sind Teile des Waldes rund um den See abgestorben, was heute noch an den vielen toten Bäumen am Ufer sichtbar ist.


Direkt in der Nähe starten außerdem diverse Trails in die Ansel Adams Wilderness, so auch der McLeod Lake Trail, ein einfacher rund 3 Kilometer langer Wanderweg durch den Wald.
Der Weg führt Euch bis zum McLeod Lake, der sich besonders im Sommer gut für eine Pause, ein Picknick oder ein kurzes Bad eignet. Aber auch so bietet der See einen netten Anblick, insbesondere da sich in ihm so wundervoll die im Hintergrund liegenden Mammoth Mountains spiegeln.

Twin Lakes Overlook
Nur wenige Minuten unterhalb des Horseshoe Lake liegt der Twin Lakes Overlook. Von der kleinen Brücke über den Mammoth Creek habt Ihr einen schönen Blick auf die beiden tiefblauen Seen im unteren Teil des Mammoth Lakes Basin.
Wer ein paar Schritte weiter Richtung Seeufer geht, bekommt zusätzlich noch bessere Perspektiven auf die Twin Lakes und die umliegenden Wasserläufe, die das gesamte Basin miteinander verbinden.

Der Stopp ist eher kurz, lohnt sich aber besonders als Zwischenhalt auf dem Weg weiter hinauf Richtung Lake Mary und die höher gelegenen Seen.
Crystal Lake Trail
Einer der schönsten Wanderwege rund um Mammoth Lakes ist der Crystal Lake Trail, der am Lake George im Mammoth Lakes Basin startet.
Der Weg führt Euch zunächst in steilen Serpentinen durch dichten Kiefernwald bergauf und gewinnt dabei schnell an Höhe. Nach dem ersten Anstieg wird der Trail etwas gleichmäßiger, bleibt aber durchgehend fordernd, da Ihr auf dem Weg zum Crystal Lake auf den 2,8 Kilometern rund 250 Höhenmeter überwindet. Auf etwa 2.900 Metern Höhe kann sich die Anstrengung – je nach Jahreszeit – zusätzlich durch Restschneefelder noch verstärken.


Unterwegs öffnen sich immer wieder schöne Blicke zurück auf das Mammoth Lakes Basin mit seinen Seen und bewaldeten Hängen. Gerade diese Aussichtspunkte machen den Aufstieg trotz der Anstrengung besonders abwechslungsreich.

Am Crystal Lake angekommen, erwartet Euch ein kleiner Bergsee in eindrucksvoller Lage unterhalb der schroffen Gipfel der Sierra Nevada. Je nach Wetter und Saison kann der See teilweise noch von Schnee umgeben sein, was die Szenerie zusätzlich verstärkt.

Trail Facts
- Lage: Mammoth Lakes, Kalifornien
- Start: Lake George
- Traillänge: 4,2 Kilometer
- Höhenunterschied: 250 Meter
- Dauer: 2 1/4 Stunden
- Besonderheit: Ausblicke auf das Mammoth Lakes Basin, Crystal Lake
- Mehr Infos: Mammoth Lakes Trail System
Twin Lakes
Nach dem Crystal Lake Trail führt Euch die Route wieder zurück Richtung Tal. Ein kurzer Abstecher lohnt sich anschließend noch zum Twin Lakes Campground, wo Ihr eine kleine Brücke findet, die zwischen den beiden Seen über den Mammoth Creek führt.
Von hier habt Ihr nicht nur einen schönen Blick auf die Twin Lakes selbst, sondern auch auf den Wasserfall, der die Seen speist.


Besonders im Frühsommer ist der Stopp aufgrund der Schneeschmelze oft sehr eindrucksvoll und macht den kurzen Stopp lohnenswert, bevor es weiter Richtung Zentrum von Mammoth Lakes geht.
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Rund um Mammoth Lakes gibt es deutlich mehr zu entdecken, als sich in einen einzelnen Tag integrieren lässt. Neben den hier vorgestellten Highlights lohnt sich je nach Zeit und Interesse auch ein Blick auf weitere Wanderungen im Mammoth Lakes Basin sowie in die angrenzenden Täler der Sierra Nevada.
Weitere Roadtrip-Stopps entlang des Highway #395 wie den Mono Lake, die Alabama Hills oder den Obsidian Dome findet Ihr in unserem separaten Beitrag Auf dem Highway #395 nach Death Valley.




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